Vorträge, Präsentationen, Diskussionsrunden mit Professoren und die intensiven Arbeitskreise haben die acht-tägige Summer School zwar maßgeblich bestimmt, doch das Team um Prof. Westkämper hatte noch weiteres vorbereitet: der Besuch der Daimler Motorenwerke in Stuttgart-Untertürkheim („Unser Betreuer konnte auch die schwierigsten Fachfragen fundiert beantworten“) und der FESTO AG in Denkendorf („Die Kundenauftrags-bezogene Fertigung bei FESTO ist schon sehr imposant!“) war ebenso im Programm vertreten, wie der Besuch von Tennessee Williams‘ „Die Glasmenagerie“ im Stuttgarter Theater im Depot („Das war ja echt harter Tobak, da muss ich mit Abstand nochmals mit Ihnen diskutieren“), ein Go-Kart Rennen – selbstverständlich mit Pokalfeier („Ein wirkliches Highlight! – aber soll ich euch mal meine blauen Flecke zeigen?“)
„Es war uns wichtig, dass die Wissenschaftler nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch ein gutes Gruppengefühl entwickeln konnten“, so Dipl.-Ing. Jörg Siegert. Der Oberingenieur des IFF hatte mit Kollegen die wissenschaftlichen Inhalte der Summer School vorbereitet. „Kreativ und ideenreich ist junge Wissenschaft vor allem dann, wenn die äußeren Strukturen auch mal wechseln, wenn eine Gemeinschaft mit neuen Kollegen entsteht.“
Unter den WGP-Professoren besteht seit vielen Jahrzehnten eine vielgestaltige enge Zusammenarbeit. Das Stuttgarter Fertigungstechnische Kolloquium (FtK) etwa gehört zu den WGP-Veranstaltungen ebenso wie das Aachener Kolloquium, das Berliner PTK und das Münchner Kolloquium. „Wir halten es für überaus wichtig, dass auch auf der Ebene der Assistenten dieser Austausch von Forschungsideen gepflegt wird. Daher habe ich es sehr gerne übernommen, die WGP-Assistenten in diesem Jahr nach Stuttgart einzuladen. Wir in Stuttgart haben innerhalb Europas einen der stärksten wissenschaftlichen Standorte im Bereich Produktionstechnik“, so Prof. Westkämper. Die Veröffentlichung einer kleinen Dokumentation der Stuttgarter Summer School 2009 ist für den Herbst geplant. Birgit Spaeth